Hauptsitzerweiterung Seeburger AG - Synergie aus Bestand und Moderne

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Hauptsitzerweiterung Seeburger AG - Synergie aus Bestand und Moderne

Bretten

Rund 25 Jahre nach Errichtung des Bestandsgebäudes wurde der Hauptsitz der SEEBURGER AG in Bretten baulich weiterentwickelt und neu geordnet. Nach dem Entwurf von ARTIKULAR ARCHITEKTEN aus Esslingen übernahm archis die Werk- und Detailplanung. Dabei wurde die bestehende Campusstruktur geschärft und in ein konsistentes Gesamtgefüge überführt, dass die vorhandenen Qualitäten integriert und auf die Anforderungen eines wachsenden IT-Unternehmens reagiert.

Ein viergeschossiger Neubau ergänzt das Ensemble und führt die bauliche Dichte des Areals konsequent fort. Die Positionierung des neuen Bauteils stärkt die räumliche Fassung des Standorts und schafft zusätzliche Flächen, ohne die bestehende Ordnung zu überformen. Die innere Flächen- und Funktionsorganisation wurde effektiv und wirtschaftlich gegliedert. Vier Treppenhäuser – jeweils zwei im Bestand und im Neubau – gewährleisten eine klare Orientierung sowie eine leistungsfähige vertikale Erschließung. Parallel zur Erweiterung erfolgte eine grundlegende Überarbeitung des Bestandsgebäudes. Die Flächen wurden im Hinblick auf zeitgemäße Arbeitsprozesse/-Welten neu transformiert: Offene Grundrisse, flexibel nutzbare Arbeitsbereiche mit sowie gezielt gesetzte Aufenthaltszonen fördern konzentriertes Arbeiten ebenso wie informellen Austausch.

In der Fassadengestaltung nimmt der Neubau die horizontale Gliederung des Bestands auf und entwickelt diese weiter. Proportionen, Fugenteilung und Materialität sind aufeinander abgestimmt und sichern ein homogenes Gesamtbild. Ein auskragendes, verglastes Eingangsportal markiert den Hauptzugang und formuliert eine prägnante Adresse. Eine außenliegende Fluchttreppe ergänzt den Bestand und erfüllt die aktuellen sicherheitstechnischen Anforderungen, ohne die Klarheit der Fassadenstruktur zu beeinträchtigen.

Mit der Erweiterung entstehen klar gefasste Außenräume mit differenzierten Aufenthaltsqualitäten. Wege, Vorbereiche und Grünflächen sind funktional miteinander verknüpft und unterstützen den täglichen Betrieb. Die Freiraumstruktur wirkt als verbindendes Element zwischen den Baukörpern und bildet zugleich eigenständige Aufenthaltsbereiche aus. Sitzmöglichkeiten, gezielte Bepflanzung und eine klare Wegeführung erhöhen die Nutzungsqualität im Arbeitsalltag.

Ein weiteres funktionales Element (Planung GOLDBECK Karlsruhe) ist das angebundene Split-Level-Parkhaus, das direkt mit dem Neubau verknüpft ist. Die klare Zuordnung der Stellplätze zu den Arbeitsbereichen gewährleistet kurze Wege und integriert den ruhenden Verkehr effizient in die Gesamtstruktur.

Zeitraum

Neubau 
01/2020 - 05/2021

Bestandsmodernisierung 
05/2021 - 02/2022

Leistungsphasen

LPH 5+6 - Neubau
LPH 4+5 - Bestandsmodernisierung

Fotos

Philipp Mürdter

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